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Flüchtlingsengagement im Stadtteil – Michael Hartmann übergibt an Manuel Rogers

Manuel Rogers
Manuel Rogers ist Pastoralreferent und arbeitet seit April in der Katholischen Seelsorgeeinheit St. Georgen-Hexental in der Flüchtlingsarbeit.

Mit einer halben Stelle wird er hier bei uns geflüchtete Menschen begleiten, die ehrenamtlich Engagierten unterstützen, Bildungsangebote zu Flucht und Migration machen und die Vernetzung mit den zahlreichen Akteuren im Flüchtlingsengagement stärken.

Sein Kollege Michael Hartmann hat dieses Engagement im vergangenen Jahr gemeinsam mit der evangelischen Kirche, dem Bürgerverein St. Georgen und dem Stadteilverein Vauban zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben mit aufgebaut.

Da es personelle Veränderungen in der Seelsorgeeinheit gab, wird Hartmann ab September neue Aufgaben übernehmen.

 

Wir haben beim neuen Flüchtlingsseelsorger Manuel Rogers nachgefragt.

 

Wie sind sie bei uns angekommen?

In der kurzen Zeit sehr gut. Weil die Flüchtlingsarbeit hier im Stadtteil toll vernetzt ist, war es für mich leicht, erste Kontakte zu knüpfen. Ich habe die vielen Begegnungen als sehr offen erlebt. Und freue mich über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit vielen Engagierten.

 

Was nehmen Sie für ihren Arbeitsbereich wahr?

Zum einen erlebe ich, dass viele Menschen sich von der Not schutzsuchender Menschen ansprechen lassen und dass sie sich ganz konkret für deren Anliegen engagieren. Zum anderen nehme ich wahr, dass das Engagement für geflüchtete Menschen hier bereits bestens vernetzt ist: im Stadtteil, in der Ökumene, mit der Sozialarbeit in den Unterkünften, und mit den vielen verschiedenen Initiativen. Viele der Engagierten haben sich im letzten Jahr in der Flüchtlingsinitiative St. Georgen-Vauban(FIGEVA) zusammengetan. Dieses gute Netzwerk möchte ich unterstützen und mit allen Beteiligten weiterentwickeln.

 

Welche Erfahrungen bringen sie mit?

Ich bin in der Freiburger Jugend- und Gemeindearbeit groß geworden. Danach habe ich Theologie studiert und einige Jahre als Pastoralreferent im Mannheimer Raum gearbeitet. Die letzten Jahre habe ich dann mit meiner Familie in Hamburg in einem ökumenischen „Haus der Gastfreundschaft“ mit Geflüchteten und MigrantInnen aus aller Welt zusammengelebt. Wir haben unter einem Dach miteinander gewohnt und gekocht, gelacht und geweint. Darüber hinaus war ich aktiv in der Hamburger Flüchtlingsarbeit. Ich habe dort besonders in der Beratung Geflüchteter, in der Bildungsarbeit mit Engagierten und in der Vernetzung gearbeitet.

 

Gibt es Impulse, die sie bei uns einbringen könnten?

Erst mal ist es mir wichtig zu hören und zu sehen, was es hier schon gibt und was das weitere Engagement für schutzsuchende Menschen braucht. Dann möchte ich gerne Stadteil- und Flüchtlingsarbeit miteinander vernetzen. Ich erlebe persönlich, dass Begegnungen mit Menschen, die bei uns Schutz suchen, mein eigenes Leben reicher und schöner machen. Daher kann ich jeden ermutigen, sich einfach auf diese Begegnungen von Mensch zu Mensch einzulassen. Als Flüchtlingsinitiative können wir solche Begegnungsorte anbieten und gestalten. Denn das Zusammenleben in Vielfalt ist eine große Chance für unseren Stadtteil.